«Diese armen Studenten, jeden Abend gehen sie zusammen Bier trinken» oder auch «Was, du hast nur an drei Tagen Vorlesung? Ich möchte auch so viel Zeit haben!» – Sprüche wie solche höre ich nur zu oft. Doch die Realität sieht ganz anders aus. Nebst dem Studium arbeite ich 20%, bin in einem Verein tätig, mache Sport, möchte auch mein soziales Leben pflegen, mit meinem Freund Zeit verbringen und …  ach ja, nebenbei noch den Bachelor in Information Science machen!

Freunde
Du denkst ich übertreibe? Ja vielleicht. Aber ich möchte es eben immer allen recht machen und mein Leben in vollen Zügen auskosten. Alle meine Freunde beklagen sich stets über die wenige Zeit, die ich für sie habe. Wenn man anfängt zu studieren, bildet sich ein zusätzlicher Freundeskreis, was für mich noch mehr Aufwand, aber natürlich auch viel Spass bedeutet. Ich könnte es mir nicht vorstellen ohne sie hier zu studieren. Ich spreche hier von Gruppenarbeiten, Partys oder einfach eins trinken gehen nach der Schule. All das gehört für mich zu Studentenleben halt mit dazu, weshalb ich mir diese zusätzliche Zeit gerne nehmen.

Pendeln
Ich persönlich pendle jedes Wochenende nach Hause – pro Weg drei Stunden. Am Anfang des Studiums muss man sich erst mal an das Pendeln gewöhnen. Doch mittlerweile habe ich mich so organisiert, dass ich während der Zugfahrt eben lerne oder relaxe. So kann ich «Zeit sparen» und wenn ich am Zielort ankommen bin mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen.

Family
Auch die Familie ist ein Punkt, der sich natürlich stark verändert hat seitdem ich in Chur studiere. Wir sehen uns nur noch selten und telefonieren öfter. Das anfängliche Heimweh ist schon lange verflogen und man fühlt sich der Erwachsenenwelt schon viel näher. Ausgezogen von zu Hause lebt es sich wunderbar, wenn man nicht gerade die WG putzen und aufräumen muss (z.B. nach einer WG-Party).

Planning is everything
Um alles unter einen Hut zu kriegen, fing ich an alles etwas zu planen, speziell die Zeit, die ich zum Lernen brauche. Das heisst nicht, dass ich mich immer an den Plan halte. Meistens ist es sogar so, dass man völlig hinterherläuft. Aber es gibt einfach ein gutes Gefühl und einen groben Überblick über die verschiedenen Zeitfenster. Was lässt sich mit anderen Dingen verknüpfen, wo habe ich noch einen Abend Zeit oder wo muss ich meine Prioritäten setzen?

Lernen
Das Lernen kann man beispielsweise gut kombinieren mit der Zeit, die man mit Studiums-Freunden verbringt. Man kombiniere das gemeinsame Lernen einfach mit einem gemütlichen Bier in der Bier-Box, et voilà! Egal ob man die Hausaufgaben in einem Pub macht oder nach dem Lernen in der Bibliothek in eine Bar geht, es lohnt sich beides.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Freunde (obwohl sie oft motzen) sehr nachsichtig sind und es wichtig ist für sich selber die Prioritäten zu setzen. Es gibt immer stressige Phasen und es würde natürlich helfen konstant zu lernen –aber machen wir uns nichts vor, das können leider nur die Wenigsten.

~  Nola Kellergan

 

PS: Toms Beer Box ist immer einen Besuch wert 😉


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